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Die Physikerin Aslı Erdoğan zählt mittlerweile zu den international renommiertesten türkischen Schriftstellerinnen. Sie gilt als Symbolfigur für den Kampf um Meinungsfreiheit, gegen politische Willkür und Diskriminierung in der Türkei, die im Rahmen der „Säuberungen“ nach dem gescheiterten Militärputsch 2016 wegen ihrer Beiträge in der kurdisch-türkischen Zeitung Özgür Gündem vier Monate lang inhaftiert war.

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Nach einer international ausgeübten wissenschaftlichen Laufbahn hatte sie begonnen, sich ausschließlich dem Schriftstellerinnentum zu widmen. Mit ihrem dritten Buch Die Stadt mit der roten Pelerine gelang der internationale Durchbruch. Doch sie schrieb nicht nur anerkannte und vielfach übersetzte literarische Werke wie Kurzgeschichten und Romane, sondern verfasste auch Kolumnen in kritischen türkischen Zeitungen.

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Als Schriftstellerin arbeitete Aslı Erdoğan, Trägerin zahlreicher Literaturpreise, unter anderem in Zürich und Graz. Zuletzt erhielt sie den Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte, sowie die Theodor-Heuss-Medaille. Die Preise wurden in ihrer Abwesenheit übergeben – zu diesem Zeitpunkt war die Schriftstellerin in der Türkei in Haft.

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